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Wiederbegegnung mit Herrn Fischer

Die Älteren erinnern sich wahrscheinlich vor allem an seine Comiczeichnungen: Die Rede ist von Carl Ernst Fischer alias Cefischer und seinem „Kater Oskar“. Dessen Erlebnisse zum Beispiel als Familienvater waren in den 1950er- bis 1970er-Jahren in Buchform in vielen Haushalten in Deutschland zu finden. Danach geriet diese kecke Comicfigur zunehmend in Vergessenheit. Was sicher nicht nur am sich wandelnden Humor und neuen Moden lag. Sondern auch daran, dass sein Schöpfer 1974 gestorben ist. Das ist zwar besonderst aus Sicht der mund- und fußmalenden Künstlerinnen und Künstler schade, denn C. E. Fischer spielte eine wesentliche Rolle für ihre Belange, gehörte er doch zu den Gründungsmitgliedern ihrer Selbsthilfeorganisation. Aber nicht nur. Denn mit ihm hatte man es auch mit einem begnadeten Maler, Karikaturisten, Zeichner und Plakatkünstler zu tun. Aber der Reihe nach …

Carl Ernst Fischer war gebürtiger Frankfurter. Nach seiner Ausbildung in der Kunstgewerbeschule arbeitete der Mittzwanziger in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre in verschiedenen kaufmännischen Berufen. Ab 1925 veröffentlichte er zunächst noch unter seinem eigenen Namen Zeichnungen und Bildgeschichten in Kundenheften und Kinderzeitungen, ab 1935 benutzte er für seine Publikationen das Alias „Cefischer“. Zwei Jahre später begann er für das „Illustrierte Blatt“ zu arbeiten, aus dem später die „Frankfurter Illustrierte“ hervorging. Für diese war er auch nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer ab 1948, wieder als Illustrator tätig – allerdings unter völlig anderen Vorraussetzungen. Denn er hatte 1944 während eines Bombenangriffs beide Arme verloren.

Noch während der letzten Kriegsmonate lernte er, mit dem Mund zu malen. Und neben den Illustrationen für die Zeitung und seinen Gemälden erschuf er Anfang der 1950er-Jahre schließlich mit dem Stift zwischen den Lippen auch seinen berühmten Kater Oskar. Der zunächst nur in der Zeitung seine Abenteuer erlebte, später aber auch in Buchform die Leser in seine humorvolle, spitzbübische Welt entführte.
Ein solches Talent blieb natürlich auch Arnulf Erich Stegmann nicht verborgen, der – beeindruckt von den malerischen und zeichnerischen Werken Fischers – Kontakt zu ihm aufnahm. Und so kam es, dass der Mundmaler aus Frankfurt zu einem der Mitbegründer der Vereinigung der mund- und fussmalenden Künstler in aller Welt wurde. Für dieses Engagement erhielt C. E. Fischer 1965 schließlich das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Wer mehr über Wirken und Werke Cefischers wissen oder gar die Geschichten mit und um seinen Kater Oskar lesen möchte, muss sich in den Antiquariaten auf die Suche machen, denn leider werden diese Bücher nicht mehr verlegt. Dafür lassen sich im Online-Archiv der Unibibliothek Heidelberg einige seiner Karikaturen bzw. Illustrationen für die Frankfurter Illustrierte finden – da wird die Recherche zur spannenden Zeitreise …


Impressionen auf Instagram

Die vielen Kanäle unserer digitalen Welt bieten auch dem MFK-Verlag neue Möglichkeiten, auf die mund- und fußmalenden Künstlerinnen und Künstler und ihre Werke aufmerksam zu machen. Deshalb hat der Verlag jetzt auch eine eigene Präsenz auf der Online-Plattform Instagram. Eine bunte Welt der Bilder, denn Instagram ist DER Onlinedienst für Fotos und Videos – also die ideale Umgebung für die Gemälde der Mund- und FußmalerInnen. Unter www.instagram.com oder mithilfe der gleichnamigen App können ab sofort alle Interessierten, Kunden und Freunde den mund- und fußmalenden Künstlerinnen und Künstlern folgen. Und sie an den eigenen Bekanntenkreis weiterempfehlen, wenn die dort geposteten Bilder gefallen. Gezeigt werden eine Auswahl von Gemälden der Malerinnen und Maler – und zwar thematisch geordnet nach Jahreszeiten, Ereignissen oder Motiven. Wer eintauchen möchte in die mund- und fußgemalten Impressionen – hier geht’s zum Account


Wie die Zeit vergeht: 20 Jahre MFK-Verlag

Seinen Ursprung hat der MFK-Verlag im Dennoch-Verlag in Deisenhofen bei München. Diesen hatte Arnulf Erich Stegmann ins Leben gerufen, der spätere Gründungsvater der Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler in aller Welt. Als der Dennoch-Verlag aufgelöst wurde, übernahm Ende der 1990er-Jahre der MFK Mund- und fussmalende Künstler Verlag GmbH den deutschlandweiten Vertrieb der verschiedenen, auf Reproduktionen von Bildern der Mund- und Fußmaler basierenden Produkte. Tag der Anmeldung beim Handelsregister war der 24. Juli 1997. 

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Allgemeines

Der in Stuttgart ansässige MFK Mund- und Fußmalende Künstler Verlag ist der deutsche Verlagspartner der VDMFK. Seine jährlich wechselnde Frühjahrs- und Weihnachtsserie bietet der MFK-Verlag per Direktversand unverbindlich zum Kauf an. Die Empfänger können nach Erhalt der Sendung selbst entscheiden, ob sie dafür bezahlen möchten. Die Künstler-Selbsthilfe beruht auf dem Verkauf ihrer Produkte und nicht auf Spendenaufrufen. Diese kommerzielle Ausrichtung ist bereits von der Gründergeneration der Vereinigung so gewollt. 

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Magazin

Im Magazin lebensART werden die in Deutschland lebenden Mund- und Fußmaler in Interviews oder Porträts vorgestellt. Zudem gibt es weitere Informationen rund um deren Ausstellungen und sonstige Aktivitäten. Neben unseren privaten Abonnenten geht die lebensART auch an Rehazentren und Selbsthilfegruppen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Egal, ob Maltherapeut oder kunstinteressierte Privatperson: in unserem Magazin finden Sie eindrucksvolle Geschichten.

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Ausstellungen

Die zahlreichen Besucher der regelmäßigen Internationalen Kunstausstellungen zeigen sich immer wieder beeindruckt von den außergewöhnlichen Maltechniken und den tollen Gemälden. Die Kunstwerke erzählen Geschichten und machen Mut, über die Kunst Brücken zu bauen – von Künstler zu Betrachter, von Mensch zu Mensch. Der MFK-Verlag hat bisher Ausstellungen mit internationalen Werken in Wien, Stuttgart, Potsdam, Ulm, Esslingen und Frankfurt realisiert.

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Workshops

Schon seit mehr als zehn Jahren organisiert der MFK-Verlag im Sommer einen Malworkshop für die deutschen Künstler in Potsdam. Für die Mund- und Fußmaler eine sehr beliebte Möglichkeit, sich zu treffen, untereinander auszutauschen und sich gegenseitig Hilfestellung zu geben – in Dingen, die das Leben und die Kunst betreffen. Geleitet werden die Workshops von der in Berlin lebenden Künstlerin und Mallehrerin Monika Sieveking, die den Teilnehmern ausführlich Feedback zu den Werken und Tipps für ihre Arbeiten gibt.

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