Markus Kostka

Mundmaler
geb. 1967 in Wiesbaden
Stipendiat der VDMFK ab 2008, assoziiertes Mitglied seit 2011


In meiner Jugend habe ich viel Fußball und Volleyball gespielt“, erzählt Markus Kostka. „Später wollte ich Zoologe werden, weil ich mich schon immer für Tiere interessiert habe.“ Im Sommer 1983 veränderte jedoch ein einziger Moment sein ganzes Leben: Bei einem Kopfsprung ins Wasser verletzte er sich in Italien so schwer, dass er vom Hals abwärts gelähmt blieb.

„Der Unfall war für mich wie ein Hammerschlag auf den Kopf“, sagt Markus Kostka. Nachdem er zwei Wochen in einem Krankenhaus in Italien versorgt worden war, folgte ein einjähriger Klinikaufenthalt in Markgröningen. Obwohl er anfangs dachte, „nichts geht mehr“, fand er erstaunlich schnell den Weg zurück ins Leben. Schon in der Klinik begann Markus Kostka, mit dem Pinsel im Mund zu malen und sich immer neue, kleine Ziele zu stecken. Seine Faszination für Tiere war ungebrochen. Als ihn 1985 eine Mallehrerin für Landschaften und Menschenporträts begeistern wollte, machte er ihr deutlich: „Ich liebe Tiere – die machen mir Spaß.“ Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Mit der Überzeugung, dass er trotz allem nicht aufgeben darf, kehrte Markus Kostka zurück an seine alte Schule, holte das Abitur nach und begann in Regensburg mit dem Studium der Psychologie. „Ich möchte alles versuchen und mein Bestes geben“, lautet sein Lebensmotto, das ihn seither begleitet und längst wieder nach vorne blicken lässt. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium arbeitete er neun Jahre an der Universität Regensburg, anschließend war er für eine große Hotelkette in der Personalentwicklung tätig – und nebenbei noch Vorstand eines Fußballclubs, den er mitgegründet hat.

Seit April 2012 ist er als freiberuflicher Künstler tätig. „Wenn ich den Pinsel in den Mund nehme, dann ist alles um mich herum wie ausgeschaltet“, erklärt Markus Kostka. Hochkonzentriert und mit bemerkenswerter Präzision malt er seine Tierporträts in der schwierigen Aquarelltechnik, die ihm keine Fehler verzeiht. Unter den großen Künstlern beeindruckt ihn vor allem Franz Marc und dessen ganz eigene Art, Tiere zu malen. „Kopieren will ich ihn aber nicht, ich male lieber realistischer“, räumt Markus Kostka ein. Er möchte mit seinen Bildern vor allem das Wesen des Tieres herausstellen. Ein wachsamer Hund darf deshalb schon einen etwas schärferen Blick als auf der Fotovorlage haben.

Markus Kostka wurde 2008 als Stipendiat bei der Vereinigung der Mund- und Fussmalenden Künstler in aller Welt e.V. (VDMFK) aufgenommen und ist seit 2011 assoziiertes Mitglied. „Das ist schon etwas Besonderes für mich. Als ich einen Ausstellungskatalog gesehen habe, dachte ich mir: Das sind Leute, die was drauf haben. Da wäre ich auch sehr gerne mit dabei.“

Inzwischen ist er sozusagen mittendrin im künstlerischen Geschehen, das er auch mit viel Freude an Schulklassen vermittelt. Oder auch deutschlandweit über seinen Youtube-Kanal "Tiere malen mit dem Mund".

Mehr über Markus Kostka: www.mundmaler-kostka.de

 

KÜNSTLERAKTIVITÄTEN


Tierisch beeindruckend

Tiere jeglicher Art und Größe künstlerisch auf Leinwand zu bannen, ist für Mundmaler Markus Kostka Berufung und Beruf zugleich. 16 seiner persönlichen Favoriten aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sind jetzt bis zum 23. Oktober 2019 in der Geschäftsstelle Ertingen der Kreissparkasse Biberach zu sehen. Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Inklusion leben“, im Zuge derer Markus Kostka am 22. Oktober 2019 um 19.30 Uhr auch zu einem interaktiven Vortragsabend nach Ertingen (Landkreis Biberach) anreisen wird. Im dortigen evangelischen Gemeindehaus im Sportplatzweg 4 berichtet er aus seinem Leben und von seiner Leidenschaft zur Malerei – und zeigt mit dem Pinsel im Mund, wie seine nahezu lebensechten Aquarelle entstehen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bankfiliale in der Riedlinger Straße 2 in Ertingen montags bis freitags von 8.30 bis 12.15 Uhr sowie Montag-, Donnerstag- und Freitagnachmittag jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Die Finissage findet am 23. Oktober 2019 um 10 Uhr statt.


„Kunstmauer“ in Burgweinting

Am Sonntag, 2. Juni 2019, wurde die Kirchfeldallee im Regensburger Stadtteil Burgweinting kurzerhand in eine Festmeile umfunktioniert. Grund war das alljährliche Stadtteilfest, mit dem das „Netzwerk Burgweinting“ den Zusammenhalt vor Ort stärken und die Menschen aus den neuen und älteren Wohngebieten zusammenbringen will. Auf dem Programm standen viel Musik und zahlreiche Aufführungen, ein Kinderflohmarkt und Bastelangebote, historische Führungen sowie die unterschiedlichsten Mitmachaktionen. Eine davon betreute Mundmaler Markus Kostka: Im Garten des „Hauses der Zukunft“, der in ein Kunstcafé umgewandelt worden war, konnten Kinder und Erwachsene ausprobieren, wie es ist, mit dem Mund statt den Händen zu malen. Ein großer Spaß für alle, die’s ausprobiert haben! Wer lieber zuschauen wollte, wie der Profi den Pinsel auf die Leinwand setzt, der hatte bei den beiden Maldemonstrationen des Mundmalers die Gelegenheit dazu. Zudem waren – und sind noch bis Freitag, 7. Juni 2019 – 25 kunstvolle Ergebnisse von Kostkas Können in einer „Mauerausstellung zu sehen.


Tierisch vielseitig

Ob im Wasser, auf dem Land oder in der Luft: Seit drei Jahrzehnten widmet sich Mundmaler Markus Kostka bei seiner künstlerischen Arbeit Tieren aus allen Lebensräumen. Seine Aquarelle sind den lebenden Originalen dabei täuschend ähnlich. Eine exklusive Auswahl aus den vergangenen 30 Jahren seines Schaffens ist vom 7. Mai bis zum 21. Juni 2019 in der Sparkasse Bad Aibling zu sehen. Unter dem Motto „Markus Kostka – Meine 30 Favoriten aus 30 Jahren Tiermalerei“ können Besucher, Kunstinteressierte und Tierliebhaber die Sammlung werktags von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr besuchen. Für den Start der tierisch vielseitigen Ausstellung hat sich der Mundmaler etwas Besonderes überlegt: Am 7. und 9. Mai ist der Mundmaler zu Besuch in der örtlichen Grundschule, wo die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen an einem Malworkshop mit Markus Kostka teilnehmen können.


Mit mundgemaltem Hamster für Naturschutz

Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ demonstrierten Mitte Januar zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin zehntausende Menschen für mehr Naturschutz in der Landwirtschaft. Mit dabei auch der NABU Leipzig – und der Feldhamster von Markus Kostka. Der Mundmaler hatte sein ursprünglich in Aquarelltechnik gemaltes Motiv den NABU-Mitgliedern zur Verfügung gestellt, die es als Grundlage für ihr Banner „Für mehr (Über)lebensräume“ nutzten. (Foto: Ludo Van den Bogaert)


Markus Kostka besucht Grundschulkinder

Auf Einladung des Förderkreises der Cunz-Reyther-Grundschule in Niederndorf, einem Stadtteil von Herzogenaurach, besuchte Mundmaler Markus Kostka an einem sonnigen Nachmittag im Juli 2018 eine Gruppe von Mädchen und Jungen, um ihnen zu zeigen, wie das Malen von Aquarellen mit dem Mund funktioniert. Selbstverständlich erzählte er den Schulkindern auch, weshalb er im Rollstuhl sitzt und wie er überhaupt zur Malerei gekommen ist, bevor es dann an den praktischen Teil dieses Projektnachmittags ging: selber auszuprobieren, wie sich Tiere mit dem Pinsel zwischen Lippen malen lassen. Wie begeistert die Kinder mitgemacht haben, das ist in diesem Beitrag des Fernsehsenders Herzo.TV e. V. zu sehen.